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Mai 2023

Liebe Mitglieder der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft,
liebe Kolleginnen und Kollegen, 

mit dem Rekord von 4.900 Teilnehmern hat die DDG-Tagung 2023 in Berlin „Geschichte geschrieben“. Offenbar brauchen und schätzen wir alle den direkten Austausch miteinander, um Wissen zu teilen, Fragen zu vertiefen und Ideen für Forschungsneuland zu entwickeln. Mein Dank gilt an dieser Stelle vielen Menschen, die diese Tagung möglich gemacht haben. Besonderer Dank geht an Michael Hertl als Tagungspräsident, der den Staffelstab des Präsidentenamtes an mich weiterreichte, und an Elke Schmeckenbecher, die seit fast 20 Jahren unsere Tagungen exzellent begleitet hat und jetzt in den Ruhestand geht.

Unsere Fachgesellschaft bietet jedem und jeder nicht nur qualifizierte Fortbildungen und neueste dermatologische Erkenntnisse, sondern auch vielfältige Betätigungsmöglichkeiten in AGs und AKs: Bringen Sie sich und Ihre Expertise ein, zum Beispiel in die AG Pädiatrische Dermatologie oder die jüngst mit der Sektion Dermatologie der DGAKI fusionierte AG Allergologie.

Den Nachwuchs fördern – auf allen Ebenen

Wie man den Nachwuchs begeistert, hat unser Studierendentag auf der Tagung gezeigt. Ende September findet die nächste Führungsakademie für angehende Fachärztinnen/Fachärzte und Oberärztinnen/Oberärzte statt, auf der es um den Karriereweg in Leitungsfunktionen geht – es gibt noch freie Plätze! Also bewerben Sie sich oder leiten Sie den Link an Interessierte weiter. Und für unsere Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten mit DDG-Mitgliedschaft haben wir auch eine gute Nachricht: Sie können im Oktober kostenfrei an der EADV-Tagung 2023 in Berlin teilnehmen. 

Um den Nachwuchs in der Forschung geht es beim Clinician Scientist Program der Deutschen Stiftung für Dermatologie. Lesen Sie dazu das hochspannende Interview mit Clinician Scientist Dr. Jasper Prüßmann, der zu blasenbildenden Autoimmunerkrankungen und dem Einfluss der Checkpoint-Inhibitoren auf Pemphigoid-Erkrankungen forscht.

Wie bereichernd es ist, auch den Nachwuchs anderer Weltregionen zu fördern, zeigt das Interview mit Dr. Subani Perera aus Sri Lanka. Sie berichtet über ihre Erfahrungen als Gastärztin an der Universitäts-Hautklinik Rostock. In diesem Gespräch erwähnte Dr. Perera, dass sie in Rostock lerne, „wie sich Hautkrankheiten bei heller Haut anders darstellen als bei dunkler Haut“. Europäische Dermatologinnen und Dermatologen fühlen sich dagegen oft unsicher in der Diagnostik bei dunkleren Hauttypen. In diesem Kontext weisen wir Sie heute (ausnahmsweise) auf zwei Umfragen hin, die sich mit genau diesem Thema befassen. Machen Sie mit und beantworten Sie bitte die Fragen. 

Nur von Erfolgen zu berichten – das wäre schön. Leider klappt nicht alles, was wir uns vornehmen. So bleibt es leider dabei, dass pathologische Leistungen bei Hauttumoren durch Dermatologinnen und Dermatologen nicht im Rahmen einer ASV abgerechnet werden können. Die G-BA-Richtlinie ignoriert dabei die Versorgungsrealität. Das ist ärgerlich, aber wir werden uns zusammen mit dem BVDD weiter für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen einsetzen.

Viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Newsletters.

Ihre Prof. Julia Welzel 
Präsidentin der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG)

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