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Newsletter Juli 2024

Editorial

Liebe Mitglieder der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Sommermonate gelten oft als „saure Gurkenzeit“, in der mangels relevanter Nachrichten, Nebensächliches und Kurioses die Runde macht. Die Herkunft der Redewendung ist übrigens nicht ganz geklärt. Eine Deutung aus dem Berliner Raum nennt die sauer eingelegten Gurken aus dem Spreewald als Grund, die in dieser Jahreszeit in die Metropole gelangten. Nachrichtenarm sind diese Wochen überhaupt nicht und ich freue mich, Ihnen heute wieder einen abwechslungsreichen und interessanten Newsletter präsentieren zu können.

Wir haben uns für das Interview in dieser Ausgabe ein ganz wichtiges Thema herausgegriffen: Berufskrankheiten. Die Zahl der Meldungen der Berufskrankheit BK-Nr. 5101 – das ist vor allem das berufsbedingte Handekzem (meist Kontaktekzem) – ist in den letzten zehn Jahren um etwa 40 % gesunken und die Tendenz ist weiter abnehmend. Berufsdermatologinnen und -dermatologen sind alarmiert. Im Interview mit Steffen Krohn von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ergründen wir die Ursachen und werben für mehr Aufmerksamkeit für diesen wichtigen dermatologischen „Handlungsbereich“. Ein Kommentar der Berufsdermatologin Prof. Elke Weisshaar rundet das Thema ab: Sie regt an, das Thema Berufsdermatologie bereits in der dermatologischen Ausbildung stärker zu berücksichtigen.

Um Ausbildung und Lehre geht es auch bei unserem Gastbeitrag von Alexander Schneller. Er stellt uns das Virtuelle Internationale Moulagen-Archiv vor und zeigt, wie Digitalisierungsprojekte nicht nur Archivschätze retten können, sondern die akademische Lehre mit 3D-Modellen von Moulagen bereichern.

Wissen weitergeben steht auch bei unserer Führungsakademie im Zentrum. Das im vergangenen Jahr entwickelte Zertifikat „Führen in der Dermatologie“ findet großen Anklang. Anfang Juli fand das Modul zum Thema „Fachkompetent führen“in Berlin statt, bei dem es neben Führungsstilen vor allem auch um Kommunikation ging. Anmeldungen für das Jahr 2025 sind übrigens ab sofort möglich.

Neues Wissen – beispielsweise zu Leitlinien – in die Fläche bringen, das gelingt mit gut aufbereitetem Material. Wir haben eine weitere Implementierungshilfe für Sie. Ein Foliensatz von der Division of Evidence based Medicine (dEBM) zur S2k-LL „Diagnostik und Therapie der zirkumskripten Sklerodermie“ steht für Sie zum Download bereit.

Es gibt erfreuliche Nachrichten aus der Klinikwelt: Wir gratulieren sehr herzlich Prof. Bastian Schilling, der seit Mitte April neuer Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Frankfurt ist.

Last but not least: Die Tagungswebseite zur DDG-Tagung 2025 ist seit wenigen Tagen online. Schauen Sie vorbei.

Viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Newsletters.

Ihre Prof. Julia Welzel
Präsidentin der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG)

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