Exposition verstehen, Risiken vermeiden – Umweltchemikalien im Hautkontakt

Am 08. Juli widmen wir uns im abschließenden Webinar der Reihe „Diagnose Verschmutzung“ von 18.30 bis 20.00 Uhr online der Frage, wie Umweltchemikalien über die Haut in unseren Körper gelangen und welche gesundheitlichen und umweltbezogenen Folgen damit verbunden sind.

Gemeinsam mit Expert*innen zeigen wir auf, wie Gesundheitsberufe dieses Wissen in ihrem Arbeitsalltag aufgreifen und praktisch nutzen können.

Mikroplastik im Duschgel? Parabene in Hautcremes? Weichmacher in Sonnencreme? Über 90 % aller Kosmetik- und Pflegeprodukte enthalten Mikro- und Nanoplastik, die gesundheitsschädliche Chemikalien beinhalten können. Doch nicht nur in Kosmetik, auch in herkömmlichen Reinigungsmitteln lauern Stoffe, die unserer Gesundheit und der Umwelt schaden können.

Wir kommen täglich mit diesen Stoffen in Kontakt – und die Haut spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie ist durchlässig, sodass aufgetragene Substanzen aus Cremes oder Reinigungsprodukten die Hautbarriere überwinden, ins Blut gelangen und sich im Körper verteilen können. Gleichzeitig können bestimmte Umweltchemikalien die Hautbarriere zusätzlich schwächen und so bestimmte Hauterkrankungen begünstigen oder verschlimmern.

Neben Kosmetik- und Pflegeprodukten stellt auch Kleidung einen häufig unterschätzten Expositionspfad dar: Chemikalien aus Textilien können direkt über die Haut aufgenommen werden. Selbst wenn sich die Belastung durch Waschen neuer Kleidung reduzieren lässt, gelangen die Stoffe dabei in die Umwelt und können sich dort anreichern. Hautkontakt ist damit nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus umweltbezogener Perspektive relevant.

Für Gesundheitsberufe gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung: Sie beraten Patient*innen, begleiten Menschen mit Hauterkrankungen und können wichtige Impulse für Prävention und Aufklärung setzen. Gleichzeitig rückt vermehrt die Frage in den Fokus, welche Rolle der Hautkontakt als Expositionspfad im gesundheitlichen Kontext spielt und wie dieses Wissen in der Praxis berücksichtigt werden kann.

Genau hier setzt unsere abschließende Veranstaltung der Fortbildungsreihe an: Gemeinsam möchten wir ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welche Bedeutung Hautkontakt als Expositionspfad für Umweltchemikalien hat und welche Konsequenzen sich daraus für Gesundheit, Umwelt und berufliche Praxis ergeben.

Mit unseren Gäst*innen Dr. med. Susanne Saha (Fachärztin für Dermatologie), Dr. Wiebke Winkler (Ausschuss für nachhaltige Entwicklung im Gesundheitswesen, C2DS) und Johanna Hausmann (Women Engage for a Common Future, angefragt) und Ihnen diskutieren wir u.a. folgende Fragen:

  • Welchen Chemikalien sind wir über den Hautkontakt ausgesetzt?
  • Welche Auswirkungen haben sie auf unsere Gesundheit und Umwelt?
  • Wie kann die Exposition im Alltag erkannt und reduziert werden?
  • Welchen Beitrag können Gesundheitsberufe — wie bspw. Dermatolog*innen für Aufklärung und Prävention leisten?
  • Welche politischen Maßnahmen sind notwendig – und was können wir von anderen Ländern wie Frankreich lernen?
  • Moderiert wird die Veranstaltung von Marie Jung, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des CPHP.

Das Webinar ist Teil der Veranstaltungsreihe „Diagnose Verschmutzung: Umweltchemikalien als Gesundheitsproblem – vom Wissen zum Handeln“, gefördert von der TARGOBANK Stiftung.
Das Webinar ist kostenfrei und richtet sich insbesondere an Angehörige aller Gesundheitsberufe. Interessierte Personen aus anderen Bereichen sind jedoch ebenfalls herzlich willkommen!
Die Webinare der Reihe sind thematisch unabhängig voneinander und können einzeln besucht werden. Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch im Anschluss eine Teilnahmebestätigung aus.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Adressinfo:
Online via ZOOM
Land:
Deutschland
Veranstalter

Centre for Planetary Health Policy (CPHP)

Das Centre for Planetary Health Policy (CPHP) wurde Ende 2021 von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) gegründet, um politische Entscheidungstragende wissenschaftlich fundiert zu beraten.
Organisatorisch ist das CPHP unter dem Dach von KLUG angesiedelt, verfügt aber über eine eigene fachliche Leitung. Ein wissenschaftlicher Beirat unterstützt uns inhaltlich und begleitet unsere institutionelle Weiterentwicklung.
Die enge Zusammenarbeit mit KLUG schafft wertvolle Synergien – inhaltlich wie organisatorisch. So bündeln wir Expertise, um Politikberatung wirksam, wissenschaftlich fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert zu gestalten.

Wissenschaftliche Leitung

Dr. med. Susanne Saha (Fachärztin für Dermatologie)
Dr. Wiebke Winkler (Ausschuss für nachhaltige Entwicklung im Gesundheitswesen, C2DS)
Johanna Hausmann (Women Engage for a Common Future, angefragt)

Registrier-Email
info@cphp-berlin.de
Zeitpunkt
08.07.2026 18:30 bis 08.07.2026 20:00
Autor
CPHP
Themen
TerminSymposiumVortragSeminar
Quelle
CPHP
Webseite der Veranstaltung