Hitze ist das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und sie betrifft alle Menschen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und Menschen, die im Freien arbeiten. Extreme Hitzeereignisse mit lang anhaltenden Temperaturen über 40 Grad können künftig auch in Deutschland häufiger auftreten.
Der Hitzeaktionstag am 11. Juni weist auf diese Risiken hin. Ziel ist es, besonders gefährdete Menschen zu schützen und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. In Deutschland finden an diesem Tag zahlreiche Veranstaltungen und ein vielfältiges Informationsangebot statt.
Zu den gesundheitlichen Effekten bei Hitzeperioden gehören u.a. Probleme des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege und der Nieren. Sie können zu vermehrten Krankenhauseinweisungen und Rettungsdiensteinsätzen führen. Zugleich schränken sie viele Menschen in ihrer Produktivität und ihrem Wohlbefinden ein.
Aus dermatologischer Sicht gehört das Thema UV-Schutz ebenfalls zum Spektrum der damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Die UV-Strahlung führt im Erbgut von Hautzellen zu schädlichen Veränderungen, die die Grundlage für die Entstehung von Hautkrebs bilden. Etwa 95% aller Hautkrebse werden durch UV-Strahlung ausgelöst. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat UV-Strahlen als krebserregend eingestuft und dies in der höchsten Risikogruppe 1: „Krebserregend für Menschen“.
Zum Thema UV-Schutz empfiehlt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft sieben Verhaltensweisen:
- Nicht Sonnenbaden
- Schattenbereiche aufsuchen
- Sonnenexposition in der Mittagszeit vermeiden
- Für unbedeckte Körperpartien Sonnencreme verwenden
- Zweimal eincremen – morgens und kurz vor der Exposition oder nach dem Baden – verbessert die Schutzwirkung
- Bei Ausflügen, beim Wandern und anderen Freizeitaktivitäten im Freien: Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen sowie einen Hut mit breiter Krempe tragen
- Wenn Shorts und T-Shirts getragen werden: Zusätzlich großzügig Sonnencreme für die unbedeckten Körperstellen verwenden
Deutschland und das deutsche Gesundheits- und Sozialsystem sind unzureichend auf Hitzeperioden vorbereitet. Die Kompetenz der Bevölkerung muss vergrößert werden, damit die Menschen Hitzegefahren erkennen und sich und besonders gefährdete Personen entsprechend schützen.
Der Hitzeaktionstag 2026 steht unter dem Schwerpunktthema „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“. In einem Positionspapierzur Krisenresilienz bei Extremhitze wird aufgezeigt, welche Maßnahmen jetzt notwendig sind, um Menschen wirksam zu schützen und die Hitzeresilienz in Deutschland zu stärken.
Initiiert wurde der Hitzeaktionstag von einem Bündnisteam bestehend aus dem AWO Bundesverband, der Bundesärztekammer, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat, dem GKV-Spitzenverband und der Klima-Allianz Deutschland, um auf gesundheitlichen Hitzeschutz aufmerksam zu machen. Seit 2026 ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) Teil des Kernteams.
Quelle: https://hitzeaktionstag.de/

