Nach einem Bericht der Europäischen Union stellen Hautkrankheiten die größte Gruppe berufsbedingter Gesundheitsgefahren dar. Bei den 15- bis 25-Jährigen machen sie 90% aller berufsbedingten Erkrankungen aus. Viele Menschen setzen sich und ihre Haut täglich bei der Arbeit Belastungen aus, die zu Hauterkrankungen führen können. „Outdoor-Worker“ haben beispielsweise aufgrund vermehrter UV-Belastung ein höheres Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken. In anderen Branchen, in denen die Hände besonders strapaziert werden (im Gesundheitsdienst, im Friseurgewerbe, aber auch in Metallbetrieben, in Reinigungsunternehmen und in der Gastronomie), treten mitunter häufiger Handekzeme auf.
Manche Hauterkrankungen können als Berufskrankheit anerkannt werden – dafür muss nicht nur eine Diagnose durch die Hautärztin oder den Hautarzt gestellt werden, sondern ein sogenanntes Hautarztverfahren eingeleitet werden.
Die Aufklärungs-Kampagne „haut+job“ des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD), die in der Vergangenheit auf eine Aktionswoche beschränkt war, zieht sich jetzt über den gesamten November. Ziel der Kampagne ist eine umfangreiche Aufklärung über die Vielzahl unterschiedlicher berufsbedingter Hauterkrankungen.
Gemeinsam mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), dem Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) und der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) der DDG will der BVDD so die Bedeutung der Berufsdermatologie in der breiten Öffentlichkeit, aber auch innerhalb des Faches Dermatologie stärker ins Bewusstsein rücken. Ein zentrales Anliegen der Kampagne ist die Aufklärung über die Möglichkeiten des Hautarztverfahrens und die Bedeutung der frühzeitigen Verdachtsmeldung.
- Für den Aktionsmonat stellt der BVDD den dermatologischen Praxen erneut ein umfangreiches Materialpaket zur Verfügung. (E-Mail: kontakt.projekte(at)bvdd.de)
- Die überarbeitete Website www.haut-und-job.de bündelt Informationen und Materialien rund um die Berufsdermatologie.
- Begleitet wird die Kampagne im November durch Beiträge auf den Instagram- und LinkedIn-Kanälen des BVDD.
Die Kampagne richtet sich gleichermaßen an Dermatolog:innen, Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen. Sie will für die Risiken berufsbedingter Hauterkrankungen sensibilisieren und über geeignete Schutzmaßnahmen informieren. Die Aktionswoche „haut+job“ ist Bestandteil der BVDD-Dachkampagne „Gemeinsam gegen Hautkrebs“.
Quelle: https://www.haut-und-job.de/

