So verändert Künstliche Intelligenz die Medizin grundlegend – und mit ihr die Versorgung. Sie greift in Diagnostik und Therapie ein, strukturiert Prozesse neu und verschiebt Aufgaben zwischen Berufsgruppen und Versorgungsstufen. Damit wird KI zum Produktivitätstreiber und zugleich zum Auslöser tiefgreifender struktureller Veränderungen. Der Gesundheitskongress des Westens ordnet diese Entwicklung ein, trennt Substanz von Hype und richtet den Blick konsequent auf den praktischen Nutzen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die andauernde Transformation der Krankenhauslandschaft. Die Branche wartet auf Klarheit zum Krankenhausanpassungsgesetz und Antworten darauf, welche Strukturen künftig Bestand haben. Genau darüber wird in Köln diskutiert. Es geht außerdem unter anderem um Ambulantisierung als strategische Aufgabe und um die Frage, welche Häuser wirtschaftlich erfolgreich bleiben können.
Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Primärversorgung. In Köln geht es darum, unter welchen Bedingungen sie Steuerung leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Diskutiert wird, welche Aufgaben realistisch gebündelt werden können, wie viel Verbindlichkeit notwendig ist und welche Rolle digitale Unterstützung dabei spielt.
Außerdem steht die dringend notwendige Pflegereform auf der Agenda. Politik und Branche ringen um Antworten auf die Finanzierungsfrage. In Köln wird diskutiert, welche Reformansätze Pflege tatsächlich stabilisieren, wie Aufgaben sinnvoll verteilt werden können und wie Führung in der Pflege aussehen muss, wenn sie nicht nur Lücken verwaltet, sondern Strukturen gestaltet.
Über allem steht eine Frage, die sich nicht länger vertagen lässt: Was können wir uns künftig noch leisten – und was nicht? Der Gesundheitskongress des Westens scheut diese Debatte nicht und bringt Ökonomie, Versorgung und gesellschaftliche Verantwortung zusammen.
Dass diese Diskussionen Substanz haben, zeigt die Besetzung. Wir freuen uns, den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begrüßen zu dürfen. Weitere renommierte Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Selbstverwaltung, Kliniken, Kassen und Wissenschaft haben bereits ihr Kommen zugesagt. Mit dabei sind u.a. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Florian Hartge, Mitglied der Geschäftsführung der gematik, Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Günter Wältermann, Vorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, Robert Möller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Helios Kliniken, Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Gabor Steingart, Journalist und Gründer von The Pioneer, Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Bernhard van Treeck, unparteiisches Mitglied des G-BA, sowie Anke Diehl, Chief Transformation Officer, Universitätsmedizin Essen.
Der Gesundheitskongress des Westens 2026 wird zum Treffpunkt für alle, die nicht länger warten wollen. Nicht auf bessere Zeiten, nicht auf bequemere Mehrheiten. Sondern aufbrechen – mit Haltung, mit Ideen und mit Entschlossenheit.
Seien auch Sie dabei!