„Im Dialog: Ein Dilemma? Lichtschutz und Vitamin D “

Hautkrebsrisiko vs. Vitamin D-Mangel – für Endokrinologen und Hautkrebsexperten eines der großen Schnittmengen-Themen. Das Vitamin D, auch Calciferol genannt, ist ein Prohormon. Es bildet eine Vorstufe für das aktive Hormon Calcitriol. Wenn ein ausgeprägter Vitamin D-Mangel besteht, kann das bei Kindern zur Knochenverbiegung und Rachitis, bei Erwachsenen zur Knochenerweichung (Osteomalazie) führen. Auch das Risiko für Osteoporose steigt bei einem „Zuwenig“ des Hormons. Etwa 80 Prozent des benötigten Vitamin D bildet der Körper in der Haut unter Mitwirkung von ultraviolettem Licht selbst. An der körpereigenen Produktion sind vor allem Keratinozyten, aber auch Makrophagen und Fibroblasten beteiligt. Nahrungsmittel wie fetter Fisch, Eier und Milch liefern den Rest. Ohne ausreichend „Licht auf der Haut“ geht es also nicht. Aber wie viel ist ausreichend? Lässt sich eine Minutenzahl abhängig von Jahres- und Tageszeit, Wolkenstand und Kleidung empfehlen? Bei einem ungeschützten Aufenthalt in der Sonne oder sogar Sonnenbränden steigt das Risiko für Hautkrebs. Ist ein hoher Sonnenschutzfaktor also unerlässlich – zu jeder Zeit? Und wenn ja: Wie wirkt sich das nun wieder auf die Vitamin D-Produktion aus? Wie ist der Trend einzuordnen, dass zahlreiche Menschen gerade in den Wintermonaten Vitamin D-Präparate zusätzlich einnehmen? Im Dialog in „Plenarvorträge 3“ diskutieren Prof. Mark Berneburg, Regensburg, und Prof. Thomas Schwarz, Kiel, diese und weitere Fragen.

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PV03/03: Im Dialog: Ein Dilemma? Lichtschutz und Vitamin D

Termin: Freitag, der 16. April 2021, 09:40-10:00 Uhr (PV03: 09:00- 10:00 Uhr)
Sprecher: Prof. Mark Berneburg, Regensburg, und Prof. Thomas Schwarz, Kiel
 

Zu den Personen:
Prof. Dr. med. Mark Berneburg ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Regensburg.
Prof. Dr. med. Thomas Schwarz ist Direktor der Universitäts-Hautklinik Kiel. 

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