„Dermatosen bei Adipositas, Hyperurikämie und Diabetes mellitus“

Von Adipositas, Diabetes mellitus und Hyperurikämie sind in Deutschland Millionen Menschen betroffen. Diese Stoffwechselerkrankungen haben neben gravierenden Folgeerkrankungen häufig auch „begleitende Erkrankungen“ wie beispielsweise Dermatosen. Dabei ist von zentraler Bedeutung, dass Haut und auch Fettgewebe endokrin aktiv sind, Signalstoffe, Peptidhormone und Sexualhormone sezernieren und damit wieder in die Stoffwechselvorgänge einwirken. 
Bei der Adipositas können die Barrierefunktion der Haut gestört, das Schwitzen ausgeprägter und die Wundheilung schlechter sein. Besonders häufig tritt bei adipösen Menschen die Psoriasis auf. Menschen mit Diabetes mellitus haben häufig auf den Schienbeinen bräunliche, narbenähnliche, rundliche Flecken. Die diabetische Dermopathie findet sich bei bis zu 70 Prozent aller Diabetespatientinnen und -patienten. Diese Pigmentveränderungen können – ähnlich wie ausgeprägte Pilzinfektionen – auch Anzeichen für einen noch nicht erkannten Diabetes sein.
Bei der Gicht lagern sich Harnsäurekristalle nicht nur in Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnen, sondern auch in der Haut ab. Bei Diabetes und Hyperurikämie können neben Gelenkschmerzen und -entzündungen auch Hautausschläge auftreten, die mit einem ausgeprägten Juckreiz der Haut (Pruritus) verbunden sein können. Nicht selten führen auch Medikamente gegen o.g. Erkrankungen zu gleichen Hautsymptomen. In seinem Vortrag zeigt Prof. Rolf-Markus Szeimies die besonderen Herausforderungen an Diagnostik und Therapie bei dieser Patientengruppe mit Stoffwechselerkrankungen auf.

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S27/04 Dermatosen bei Adipositas, Hyperurikämie und Diabetes mellitus

Termin: Donnerstag, 15. April 2021, 16:25 - 16:45 Uhr (S27: 15:30 bis 17:00 Uhr) 
Sprecher: Prof. Rolf-Markus Szeimies, Recklinghausen 
 

Zur Person: Prof. Dr. med. Rolf-Markus Szeimies ist Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Vest, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen

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