COVID-19-Impfung: Zum aktuellen Zeitpunkt keine Bedenken bei BioNTech COVID-19-Vakzine für Menschen mit Allergien

Die DDG unterstützt die vorläufige Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI)

Als am 10. und am 16. Dezember 2020 über jeweils zwei schwere allergische Reaktionen (in England und in Alaska) nach der Injektion des BioNTech COVID-19-Impfstoffs BNT162b2 berichtet wurde, führte dies zu Verunsicherung vor allem bei Menschen mit Allergien.

Allergische Reaktionen auf Impfstoffe sind jedoch selten; sie kommen etwa in einem vom 50‘000 Fällen vor. Handelt es sich um eine sehr schwere allergische Reaktion, sprechen Medizinerinnen und Mediziner von Anaphylaxie. Die Anaphylaxie tritt mit einer Häufigkeit von 1:1 Million Impfdosen auf und ist folglich sehr selten.1 Diese akut auftretende Reaktion – meist nur wenige Minuten nach dem Kontakt mit einem Allergen – kann mehrere Organsysteme oder den ganzen Körper beeinträchtigen und beispielsweise zu Atemnot oder Blutdruckabfall führen, fortgeschritten dann auch zu Herz- und Kreislaufversagen und einer lebensbedrohlichen Situation.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) unterstützt die vorläufige Einschätzung wie sie die DGAKI am 17. Dezember 2020 unter Berücksichtigung der zurzeit verfügbaren Informationen formuliert hat: „Für die allermeisten Allergiker bestehen somit keine Bedenken gegen eine zukünftige Impfung mit dem BioNTech COVID-19-Impfstoff BNT162b2.“

Die Impfzentren für die COVID-19-Impfung sind ärztlich geleitet und für die Versorgung nach Impfung möglicherweise auftretender allergischer Reaktionen vorbereitet. Allergiepatientinnen und -patienten sollten sich bei konkreten Fragen zur Impfung vorab an ihre Allergologin/ihren Allergologen oder ihre Dermatologin/ihren Dermatologen wenden.

DGAKI-Kommentar zur Covid-19-Impfung und allergischen Reaktionen

1Zylka-Menhorn V, COVID-19-Impfreaktionen in Großbritannien: Anaphylaxie in der Anamnese, Deutsches Ärzteblatt, 22.12.2020

Erstellt am
23.12.2020