Pressegespräch „Jeder fängt mal klein an – auch der Hautkrebs“

2. Mai 2019, 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Anlass: DDG-Tagung, Euromelanoma-Woche vom 13.-17. Mai 2019
Ort: 14055 Berlin, CityCube, Messedamm 26, Raum R9, 3. Ebene

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

vom 13. Bis 17. Mai klären Hautärztinnen und Hautärzte bundesweit über Hautkrebsrisiken auf und informieren über mögliche Schutzmaßnahmen vom UVSchutz bis hin zur Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung. Vom 1. bis 4. Mai
findet in Berlin die 50. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) statt. Die alle zwei Jahre stattfindende DDG-Tagung ist 2019 der größte Kongress für Hautärztinnen und Hautärzte in Deutschland.
Beide Ereignisse sind Anlass für ein Pressegespräch, zu dem wir Sie – auch im Namen der beteiligten Experten – sehr herzlich einladen.

Themen und Gesprächspartner:

Dr. Ralph v. Kiedrowski, BVDD-Vorstand, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Primäre Prävention - Jeder fängt mal klein an – Hautkrebsvorsorge ist nicht allein Elternsache – Kinderhaut und UV-Schutz – Die Kindergarten-Initiative der bundesdeutschen Hautärztinnen und Hautärzte

Prof. Dirk Schadendorf, Hautklinik, Universitätsklinikum Essen
Diagnose Hautkrebs – und was dann? Von der Prävention zur Therapie – Prognose beim malignen Melanom abhängig vom Stadium der Erkrankung – medizinische Fortschritte und aktuelle Innovationen bei metastasierten Formen des „Schwarzen Hautkrebs“

Prof. Christoph Skudlik, iDerm an der Universität Osnabrück
Spargelzeit – Hautkrebszeit, Hautkrebs eine Berufskrankheit und was man dagegen tun kann.

Katharina Kaminski/Astrid Doppler, Patientenselbsthilfe Melanom Info Deutschland
Patientenselbsthilfe im Netz: Die Sprache der Medizin ist nicht die Sprache der Patienten – „Kenne Dein Stadium“ – MID-Projekte und Initiativen

Mehr zum Hintergrund finden Sie hier:
https://www.euromelanoma.de/jsp_public/cms2/index.jsp?neid=25

Wir freuen uns auf ihr Kommen und unterstützen Sie gerne bei der Recherche sowie der technischen Vorbereitung für diesen Termin.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Blumenthal
Leiter der BVDD-Stabsstelle
Projekte und Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsam gegen Hautkrebs:
Dermatologinnen und Dermatologen stehen KiTas als Berater zur Verfügung

Der Trend ist ungebrochen. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt. Dermatologinnen und Dermatologen erleben täglich, was das für betroffene Patienten bedeutet. Wenn diese Entwicklung bei anhaltend
hoher Lebenserwartung gestoppt werden soll, müssen Gesundheitserziehung und Prävention bereits im Kindesalter beginnen. Die Euromelanoma-Kampagne 2019 rückt Sonnenschutzmaßnahmen im Kindesalter in den Brennpunkt. Daher fördert der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) bundesweit und flächendeckend mit Unterstützung der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) und in Zusammenarbeit mit einzelnen Landeskrebsgesellschaften Kindergärten, die ihre Schützlinge vor frühkindlichen Hautschäden bewahren und zu einem bewussten Umgang mit den Risiken der Sonne erziehen wollen.

Aufklärung vor Ort: Hautärzte besuchen Kindergärten

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hautkrebs“ vermittelt der BVDD im Aktionszeitraum April bis Oktober kostenlos Hautärztinnen und Hautärzte an interessierte Kindergärten. Sie beraten das Kindergartenteam rund um das Thema Hautkrebsprävention, halten als Referenten Elterninformationsabende und machen die Kinder mit Sonnenschutzmaßnahmen spielerisch vertraut.
Damit setzen die rund 4000 in Deutschland tätigen Dermatologen ihre erfolgreiche Aktion der letzten Jahre fort. Im Vorjahr nahmen dieses Angebot bereits mehr als 150 Einrichtungen in rund 220 Veranstaltungen wahr. 2019 stehen Dermatologinnen und Dermatologen mit Unterstützung von Beiersdorf (Eucerin®) für bis zu 300 Kindergärten und deren Aktivitäten auf Anfrage zur Verfügung, so das Ziel.

Kinderhaut ist besonders gefährdet

Abhängig von Alterungsprozessen und Umwelteinflüssen verändert sich die menschliche Haut. Am meisten von genetischen Hautveränderungen durch UV-Strahlung bedroht ist die noch unreife Haut im Kindes- und Jugendalter. Gerade in der Zeit bis zum 18. Lebensjahr, besonders in der frühen Kindheit, entstehen vielfach bereits UVSchädigungen, die später zu einem malignen Melanom, der gefährlichsten Form des Hautkrebses – entarten können. Sonnenbrände
sind in dieser Zeit buchstäblich Gift für die Haut und Risikofaktor Nummer eins für die Entstehung von Hautkrebs.
Kinderhaut ist um ein Vielfaches dünner als die Haut Erwachsener und kann noch nicht ausreichend Pigmente produzieren, die als körpereigener Schutz gegen UV-Strahlen fungieren. Auch liegen die UVempfindlichen Stammzellen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche und sind den UV-Strahlen stärker ausgesetzt als in späteren Jahren. Darum reagiert die Haut in jungen Jahren besonders empfindlich auf die ultravioletten Strahlen der Sonne. Wird ein Sonnenbrand sichtbar, ist die Haut bereits erheblich geschädigt, da die für die Entzündungsreaktion typische Rotfärbung nur zeitverzögert eintritt. Schlimmer: Sonnenbrände beschädigen die Reparaturmechanismen der Haut dauerhaft. Denn: unsere Haut kann nicht vergessen. UV-Strahlungsschäden addieren sich im Laufe eines Lebens.

Erstellt am
01.05.2019
Autor
Ralf Blumenthal (verantw.)
Themen
Nachrichten, Berufspolitik, Dermatologie allgemein
Quelle
BVDD, DDG