Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Auch wenn die Psoriasis in Kindheit und Adoleszenz mit einer kumulativen Prävalenz von 0.71 % seltener als im Erwachsenenalter ist, stellt sie einerseits angesichts ihrer Chronizität und der häufig bedeutsamen Einschränkung der Lebensqualität der betroffenen Kinder und deren Familien sowie andererseits eingeschränkten Therapiemöglichkeiten einen hohen Versorgungsanspruch. Differentialdiagnostisch bedeutsame Hauterkrankungen wie die Tinea corporis oder verschiedene Ekzemformen, allen voran das atopische Ekzem, sind wesentlich häufiger, eine Schuppenflechte wird aber möglicherweise gerade deswegen nicht korrekt erkannt und therapiert [1, 2]. Während das klinische Bild mit den charakteristischen erythematosquamösen Plaques grundsätzlich dem der Erwachsenen ähnelt, ist die Psoriasis guttata mit kleinfleckigen, ovalären Hautveränderungen und der charakteristischen Infektassoziation eine für das Kindesalter typische Psoriasisform mit möglicherweise eigenständiger Ätiopathogenese. Auch Manifestationen im Gesicht, an den Hand- und Fußsohlen sowie im Genitalbereich finden sich bei Erwachsenen eher seltener [3]. Jüngste Untersuchungen belegen die Bedeutung von Begleiterkrankungen, insbesondere von Adipositas und Diabetes mellitus auch in diesem frühen Lebensabschnitt. Klare Therapierichtlinien und -algorithmen wie sie für Erwachsene definiert sind, stehen aber für die Psoriasis im Kindes- und Jugendalter nicht zur Verfügung und vielen Therapeutika, ob lokal oder systemisch, fehlt die entsprechende Zulassung
 

Erstellt am
29.01.2019