Sexuell übertragbare Infektionen (STI) - Beratung, Diagnostik, Therapie

Um die sexuelle Gesundheit zu fördern, zu bewahren und wiederherzustellen, kommt der Beratung zu sexuell übertragbaren Infektionen(STI)–inklusive HIV, Hepatitis B und C–besondere Bedeutung zu, und zwar sowohl im Hinblick auf die Prävention als auch im Zusammenhang mit Diagnostik und Therapie. Die Sektion Sexuelle Gesundheit der Deutschen STI-Gesellschaft(DSTIG) hat es daher übernommen, Empfehlungen speziell für die Beratung zu sexuell übertragbaren Infektionen und Prädispositionen zu entwickeln. Die DSTIG akzeptiert den Begriff „sexuelle Gesundheit“ im Sinne der Definitionen der Weltgesundheitsorganisation(WHO) und der World Association for Sexual Health(WAS). Sie hat bereits ein Leitbild zur sexuellen Gesundheit entwickelt. Das vorliegende Papier knüpft an diese Definitionen und Positionen an. Insbesondere dient die UN-Menschenrechtscharta1von 10.12.1948 („Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“) als ethische Grundlage der Beratungspraxis. Zielpersonen des Wirkens sind alle Menschen, die –aus welchen Gründen auch immer –Situationen mit einem Infektionsrisiko für STI erlebt haben, erleben oder erleben könnten. Diese werden im Folgenden als Ratsuchende/eines Rates Bedürftige bezeichnet. Das Handeln von Medizin und Gesellschaft strebt danach, diese Personen bestmöglich zu betreuen (Beratung, Diagnostik, Therapie) und die Übertragung von STI effektiv zu verhüten (Prävention, Prophylaxe). Die individuellen Situationen und unterschiedlichen Risiken erfordern differenziertes Handeln
 

Erstellt am
03.08.2018