Pyoderma gangrenosum

Das Pyoderma gangraenosum (PG) ist eine seltene, primär sterile, neutrophile Dermatose. Das PG ist zudem teilweise Bestandteil definierter autoinflammatorischer Erkrankungen wie beispielsweise PAPA und PASH oder mit bestimmten entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise entzündliche Darmerkrankung, rheumatoide Arthritis oder proliferativen Erkrankungen assoziiert.

Die klassische oder sich im Verlauf typischerweise entwickelnde Manifestation des PG ist charakterisiert durch Ulzerationen der Haut, die aus einzelnen, sterilen, schmerzhaften oft auch follikulären Pusteln, häufig nach Bagatelltraumen oder Operationen (Pathergie-Phänomen) entstehen. Die Ulzerationen zeichnen sich durch ein purulentes oder hämorrhagisches Exsudat, hohe Schmerzhaftigkeit, livide, dolente, typischerweise oft (aber nicht immer) ödematös aufgeworfene und/oder unterminierte Wundränder aus, v.a. im aktiven, fortschreitendem Stadium mit umgebendem lividroten Erythem und bizarrer, serpiginöser Kontur.

 

Erstellt am
01.09.2020
Autor
DDG
Themen
Leitlinien