Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Vaginalkarzinoms und seiner Vorstufen

Die Inzidenz des plattenepithelialen Vaginalkarzinoms liegt zwischen 0,4 bis 1,2 pro 100.000 Frauen . Das entspricht etwa 500 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Die Mehrheit aller invasiven Vaginalkarzinome sind Plattenepithelkarzinome (>95%). Adenokarzinome sind mit <5% deutlich seltener. Maligne Melanome sind mit weniger als 1% aller Vaginalmalignome sehr selten. Adenoide Basalzellkarzinome und neuroendokrine Karzinome stellen extrem seltene Varianten dar.Die Mehrheit der klarzelligen Adenokarzinome stellt eine Sonderform dar, die mit der mütterlichen Einnahme von Diethystilbestrol (DES) in der Schwangerschaft assoziiert ist. Die Verordnung des Diethylstilbestrol erfolgte vor allem in den USA zwischen 1941 und 1971. Typischerweise erkranken die dem DES ausgesetzten weiblichen Feten als Frauen vor dem 20. Lebensjahr. Häufiger als das primäre Vaginalkarzinom und von diesem abzugrenzen sind Vaginalmetastasen und -rezidive oder die Vaginalinfiltration per continuitatem durch angrenzende Malignome u.a. der Zervix, Vulva, des Endometrium und des Rektum.
 

Erstellt am
01.10.2018