Analabszess

Abszesse in der perianalen Region sind ein häufiges Krankheitsbild. Die star- ke lokale Schmerzhaftigkeit zwingt zu einer schnellen Intervention. Häufigste Ursache ist eine Entzündung der beim Menschen rudimentär angelegten Proktodealdrüsen. Dabei stellt der Analabszess das akute und die Analfistel das chronische Stadium des gleichen Krankheitsbildes dar . Bezüglich der Behandlung von Analfisteln wird auf die entsprechende Leitlinie, die im Internet zugänglich ist , verwiesen. Von dieser Krankheitsgenese sind Analabszesse anderer Genese zu unter- scheiden, die nicht Bestandteil dieser Leitlinie sind. Die wichtigste Differenzialdiagnose stellender Pilonidalsinus und die Acne inversa dar, die sich ebenfalls als akute Abszedierung manifestieren können. Auch hier wird auf die entsprechenden Leitlinien verwiesen. Sonder- formen stellen Abszesse bei chronisch- entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn; ), immunsupprimierenden Erkrankungen (z. B. HIV, Leukämie) und Malignomen sowie nach operativer Behandlung im Bereich des Beckens(z. B.tiefe anteriore Rektumresektion) oder Verletzungen dar. Sehr selten sind Abszesse bei speziellen Erregern (z. B. Tuberkulose, Aktinomykose, Gonorrhöe u. a; ). Weitere Sonderformen stellen Abszesse durch Fremdkörperingestion dar 
 

Langfassung der Leitlinie "Analabszess"

Kurzfassung der Leitlinie "Analabszess"

Patientenleitlinie "Analabszess"

Erstellt am
30.06.2016