Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien

Anogenitale Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertra- genen Infektionen. Obwohl die Mehrzahl der HPV-Infektionen im Anogenitalbereich transient und nach 1-2 Jahren nicht mehr nachweisbar ist,20 haben die klinischen Manifestationen der HPV-Infektion aufgrund der hohen Prävalenz der HPV-Infektionen erhebliche Auswirkungen: Feigwarzen (anogeni- tale Warzen, Condylomata acuminata) gehören weltweit zu den häufigsten viralen sexuell übertragba- ren Krankheiten.

Die HPV-Impfung wurde weltweit im Rahmen zahlreicher kontrollierter klinischer Studien untersucht und stellt einen effektiven und sicheren Schutz vor HPV-assoziierten anogenitalen Läsionen dar. Die HPV-Impfung wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch- Institut (RKI) seit 2014 für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren (Nachholimpfungen bis zum 18. Lebensjahr) empfohlen.

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Erstellt am
01.05.2020