Diagnostik und Therapie der Lymphödeme

Das Lymphödem ist eine chronische, entzündliche Erkrankung des Interstitiums als Folge einer primären (anlagebedingten) oder sekundären(erworbenen)Schädigung des Lymphdrainagesystems(Tabelle 1), also der initialen Lymphgefäße (Lymphkapillaren, Lymphsinus),Präkollektoren, Lymphkollektoren, Lymphstämme und/oder Lymphknoten. Unter physiologischen Bedingungen herrscht ein Gleichgewicht zwischen der durch die Blutgefäßwände hindurch filtrierten(und nicht rückresorbierten) Flüssigkeit in das Interstitium (lymphpflichtige Last) und deren Abtransport aus dem Interstitium (Transportkapazität des Lymphdrainagesystems). Ein insuffizient gewordenes Lymphdrainagesystem führt zur konsekutiven Vermehrung und Veränderung der interstitiellen Gewebsflüssigkeit. Im weiteren Verlauf ist die Erkrankung durch eine Alteration von Geweben gekennzeichnet, unabhängig von ihrer anatomischen Lokalisation. Da jedes Lymphödem per se krebsverdächtig ist, sei an dieser Stelle der Begriff ‚malignes Lymphödem’ besonders erwähnt. Es ist immer zu bedenken, dass durch Lymphangiosis carcinomatosa(Tumorbefall der Lymphgefäße) und Lymphknotenbefall der Lymphabfluss massiv behindert werden kann. 
 

Erstellt am
23.05.2017