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Konfokale Lasermikroskopie der Haut

Die konfokale Lasermikroskopie (KLM) ist eine nichtinvasive Methode zur hochauflösenden Diagnostik von Gewebe. Während konventionelle Mikroskope mit Durchlichttechnik arbeiten, bei der dünne Gewebeschichten von unten beleuchtet werden, arbeiten die für die Dermatologie konzipierten konfokalen Lasermikroskopie mit einer Auflichttechnik. Hierbei wird jeweils Laserlicht einer ausgewählten Wellenlänge zur Ausleuchtung des zu untersuchenden Hautabschnittes herangezogen. Der Laserstrahl wird zunächst auf eine Ebene innerhalb der Haut fokussiert, wo das Licht an Grenzflächen mit hohem Brechungsindex reflektiert und dann auf einen Detektor geleitet wird. Eine vorgeschaltete Lochblende ermöglicht, dass ausschließlich Signale aus der vorab definierten horizontalen Ebene zur Bildgebung herangezogen werden. Strukturen mit hoher Reflexion in der Haut sind vor allem Keratin, Melanin und Kollagen beziehungsweise Grenzflächen mit sehr unterschiedlichem Brechungsindex. Dadurch ist die Methode vor allem zur Diagnostik melanozytärer und epithelialer Hauttumoren geeignet88. Während diese Vorgehensweise einerseits die hochauflösende Darstellung oberflächennaher Veränderungen mit mikroskopischer Auflösung von 1 bis 3 μm in horizontaler Schnittführung erlaubt, bedingt sie gleicherweise die Limitierung der Eindringtiefe in die Haut. Die konfokale Lasermikroskopie erlaubt so neue Möglichkeiten zur Diagnostik und Verlaufsbeobachtung in der Dermatologie. Dies gilt insbesondere für die Untersuchung dynamischer Veränderungen. Die Technik lässt sich jedoch auch ex vivo an frisch exzidiertem Gewebe im Sinne einer Schnellschnittdiagnostik einsetzen. Letzteres ist insbesondere für den Bereich der mikroskopisch kontrollierten Chirurgie von Hauttumoren interessant 
 

Erstellt am
28.07.2017