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Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus

Pruritus ist ein fachübergreifendes Leitsymptom zahlreicher Erkrankungen und stellt eine interdisziplinäre diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Im Gegensatz zu akutem Pruritus ist CP ein zumeist schwer behandelbares Symptom verschiedener Erkrankungen. Laut internationaler Nomenklatur wird der über 6 Wochen bestehende, also langanhaltende Pruritus, als chronisch bezeichnet. Das Symptom kann sich mit zunehmender Dauer unabhängig von der Ursache fortsetzen und so die eigentliche Warnfunktion verlieren. Stattdessen erlangt das Symptom als chronischer Pruritus (CP) einen eigenständigen Krankheitswert. Klinisch weist CP dann häufig keinen synchronen Verlauf mehr mit der Grunderkrankung auf. So kann CP trotz Therapie und Abheilung der Ursache persistieren. In anderen Fällen kann CP dem Nachweis der Erkrankung lange vorausgehen (prämonitorischer Pruritus). Bei allen Formen von CP bedarf es einer gezielten Versorgung der Patientenbestehend aus den Säulen (a) Diagnostik und Therapie der Grunderkrankung(b) einer dermatologischen Therapie (Basistherapie und spezifisch dermatologische Therapie) einer symptomatisch-antipruritischen Therapie und  (d) bei einer begleitenden oder zugrundeliegenden psychischen oder psychosomatischen Erkrankung einer entsprechenden psychologisch-psychotherapeutischen Behandlung. Patienten mit CP stellen sich in allen Fachdisziplinen, erfahrungsgemäß am häufigsten in der Dermatologie, Allgemeinmedizin, inneren Medizin und Psychosomatischen Medizin vor 
 

Langfassung der Leitlinie

Weitere verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie des chronischen Pruritus"

Erstellt am
31.05.2016