Leitlinien sind systematisch erarbeitete Empfehlungen, um Ärztinnen und Ärzte bei Entscheidungen über die angemessene Versorgung der Patientin oder des Patienten im Zusammenhang spezifischer klinischer Umstände zu unterstützen. 

  • sind systematisch erarbeitete Empfehlungen,
  • gelten für „Standardsituationen“,
  • berücksichtigen die aktuellen, zu den entsprechenden Fragestellungen zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse,
  • schränken die Methodenfreiheit der Ärztin/des Arztes nicht ein,
  • und eine leitliniengerechte Behandlung garantieren nicht in jedem Fall den diagnostischen oder therapeutischen Erfolg,
  • erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
  • müssen kontinuierlich überprüft werden, denn das medizinische Wissen wächst und es kommen stetig neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu, die es für die tägliche Praxis zu berücksichtigen gilt.


Die Entscheidung über die Angemessenheit der zu ergreifenden Maßnahmen trifft die Ärztin oder der Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Problematik. Die in den folgenden Leitlinien vorgeschlagenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sind medizinisch notwendig und entsprechen dem allgemeinen anerkannten Stand der Wissenschaft.
 

Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien

Anogenitale Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertra- genen Infektionen. Obwohl die Mehrzahl der...

Malignes Melanom 2019 Version 3.2

Ziel der S3-Leitlinie Melanom ist es, den onkologisch tätigen Ärzten in der Praxis und Klinik eine akzeptierte, evidenzbasierte Entscheidungshilfe für...

Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3)

Das Plattenepithelkarzinom der Haut (PEK) ist nach dem Basalzellkarzinom der häufigste maligne Hauttumor und nimmt mit einer Rate von Neuerkrankungen...

Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden (griechisch; haima = Blut, rhoos = fließen) stellen bei jedem Menschen vorhandene Blut-Kissen bzw. -Polster (Corpus cavernosum recti,...

Durchführung des Epikutantests mit Kontaktallergenen und Arzneimitteln

Der Epikutantest (ECT) untersucht durch die kontrollierte Applikation von Kontaktallergenen unter standardisierten Bedingungen, ob eine spezifische...

Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Auch wenn die Psoriasis in Kindheit und Adoleszenz mit einer kumulativen Prävalenz von 0.71 % seltener als im Erwachsenenalter ist, stellt sie...

Diagnostik und Therapie der Gonorrhoe

Nach Schätzungen der WHO traten 2012weltweit ca. 78 Mio. Gonokokkeninfektionen auf. Neben Infektionen mit Chlamydia trachomatis und Trichomonas...

Merkelzellkarziom (MZK, MCC, neuroendokrines Karzinom der Haut)

Das Merkelzellkarzinom(MCC, ICD-O M8247/3) ist ein seltener, maligner, primärer Hauttumor mit epithelialer und neuroendokriner Differenzierung. Die...

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Vaginalkarzinoms und seiner Vorstufen

Die Inzidenz des plattenepithelialen Vaginalkarzinoms liegt zwischen 0,4 bis 1,2 pro 100.000 Frauen . Das entspricht etwa 500 Neuerkrankungen pro Jahr...

Hereditäres Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel

Angioödeme, früher als Quincke-Ödeme bezeichnet, sind ein bis drei (maximal sieben) Tage dauernde lokalisierte Ödeme, die in unregelmäßigen Abständen...