PV01/04 Off-Label-Therapie in Klinik und Praxis 

Medizinisch indiziert und doch abgelehnt – Tipps und Strategien bei der Off-Label-Therapie 

Dermatologische Krankheiten werden zu einem Großteil mit Arzneimitteln therapiert. Über 2.000 Krankheitsentitäten an der Haut werden topisch oder systemisch behandelt. Für seltenere Hauterkrankungen oder besondere Konstellationen liegen oft keine speziellen Zulassungsstudien vor, die die Grundlage für die Verordnung wären. Der sogenannte Off-Label-Use, also eine Anwendung außerhalb des Zulassungstextes, ist in der Dermatologie daher eine häufige Fragestellung.
 
Viele Dermatologinnen und Dermatologen in Praxis und Klinik berichten über Probleme, wenn sie für eine Therapie auf Medikamente außerhalb ihres Zulassungsbereiches zurückgreifen. Auch wenn die medizinische Indikation eindeutig ist, keine andere zugelassene Behandlung greift und zudem die Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht, stellen sich die Krankenkassen mitunter quer. Die Ablehnungsquote ist laut einer Untersuchung der Universitätshautklinik der Charité beachtlich: Ein Viertel der Anträge wird von den Kostenträgern abgelehnt. Sollte es zu einem positiven Bescheid kommen, dann ist Geduld gefragt. Durchschnittlich dauerte es über 90 Tage, bis die beantragte Therapie eingeleitet werden konnte.
Was bei der Off-Label-Therapie zu beachten ist und welche Ansätze es gibt, um die Versorgung an dieser Stelle zu verbessern, stellen Prof. Dr. med. Julia Welzel und Dr. med. Thomas Stavermann in ihrem Vortrag vor.

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PV01/04 Off-Label-Therapie in Klinik und Praxis
Termin: Freitag, 18. Februar 2022, 15:45 – 16:15 Uhr
Vorsitzende: Prof. Dr. med. Julia Welzel (Augsburg) und Dr. med. Thomas Stavermann (Berlin)

Zu den Personen: 
Prof. Dr. med. Julia Welzel
ist Direktorin der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Universitätsklinikum Augsburg, Medizincampus Süd und Generalsekretärin der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG)
Dr. med. Thomas Stavermann ist Ärztlicher Leiter im MVZ Hautzentrum Gropiuspassagen GmbH in Berlin und Vizepräsident des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD)

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