Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel, Allergologische Diagnostik

Während unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) vom Typ A durch bekannte pharmakologisch-toxische Reaktionen hervorgerufen werden, sind Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel durch individuell prädisponierende Faktoren des Patienten verursacht und prinzipiell nicht vorhersehbar (Typ-B-Reaktionen). Die Arzneimittel-allergie ist von einer nichtimmunologischen Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktion zu trennen (Tab. 1).Jede im Zusammenhang mit der Anwendung von Arzneimitteln vermutete Überempfindlichkeitsreaktion soll in jeder Altersstufe diagnostisch geklärt werden, mit dem Ziel, den Auslöser und gegebenen falls den Mechanismus zu identifizieren, das Risiko für Folgereaktionen für den Patienten abzuschätzen sowie den Patienten diesbezüglich zu beraten. Der Verzicht auf eine Diagnostik kann einerseits schwere Reaktionen bei erneuter Exposition zur Folge haben, andererseits zu einer ungerechtfertigten Einschränkung der Therapiemöglichkeiten führen. Die Arbeitsgruppe „Arzneimittelallergie“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)  beauftragt, die bisherige Fassung der Leitlinie zu aktualisieren.
 

Erstellt am
31.12.2014