Weltforum der Medizin

Die internationale Fachmesse MEDICA in Düsseldorf bietet ein Podium für aktuelle Themen der Dermatologie

Bereits zum 36. Mal öffnet die weltgrößte Medizin-Messe auf dem Düsseldorfer Messegelände ihre Pforten. In der Zeit vom 24. bis 27. November 2004 werden zu dieser von der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Medizinischen Diagnostik veranstalteten internationalen Fachmesse Besucher aus aller Welt erwartet. Bis jetzt haben sich bereits mehr als 4.000 Aussteller aus 65 Ländern angemeldet.

Der wissenschaftliche MEDICA-Kongress bietet während der Messe umfangreiche Fort- und Weiterbildungsangebote aus allen Gebieten der Medizin und des Gesundheitswesens. Fast 500 Referenten informieren in 170 Seminaren und Vortragsveranstaltungen; darunter finden sich auch zahlreiche Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Dermatologie. Dies zeigt die wachsende Bedeutung dieses Fachgebietes im Spektrum der Medizin.

 

Wirksamer Schutz vor vorzeitiger Hautalterung

 

Ein Übermaß an ultravioletter Strahlung ruft Schäden in der Haut hervor und verursacht so eine vorzeitige Alterung der Haut. Wie derartige Schäden frühzeitig erkannt und verhindert werden können, damit beschäftigt sich das Symposium ?Diagnose und Therapie des chronischen Lichtschadens der Haut?, das unter Leitung des Dermatologen Professor Dr. med. Jean Krutmann vom Institut für Umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stattfindet. Professor Krutmann berichtet über neue Erkenntnisse über die molekularen Ursachen von Alterungsprozessen der Haut und präsentiert neuartige Konzepte zu ihrer effizienten Prävention.

 

Termin: 26.11.2004, 10.00 bis 13.00 Uhr, CCD Pavillon, Raum 15

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Jean Krutmann, Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Auf´m Hennekamp 50, 40225 Düsseldorf, Tel: 0211 33 89 224, Fax: 0211 31 29 76, eMail: krutmann@uni-duesseldorf.de

 

 

Der alternde Mann

 

So das Thema eines Symposiums, das sich mit Fragen spezifischer Alterungserscheinungen der Männer befasst. Professor Dr. med. Walter Krause, Dermatologe und Abteilungsleiter am Zentrum für Hautkrankheiten der Philipps-Universität Marburg, stellt typische Beschwerden dieser Patientengruppe vor. Dazu zählen Osteoporose, Muskelschwäche oder erhöhtes Arterioskleroserisiko, Symptome die in der medizinischen Versorgung älterer Männer bisher häufig vernachlässigt wurden. Hauptursache dieser Beschwerden ist der altersbedingte Mangel an männlichem Sexualhormon Testosteron. Die Frage, in welchen Fällen ein Testosteronmangel durch hormonelle Substitution behandelt werden sollte, ist Gegenstand des Symposiums. Eine generelle Hormontherapie des alternden Mannes und ihre Vermarktung als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) lehnt Prof. Krause ab, birgt diese doch ein erhebliches Risiko schädlicher Nebenwirkungen.

 

Termin: 26.11.2004, 10.00 bis 13.00 Uhr, CCD Süd, Raum 01

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Walter Krause, Zentrum für Hautkrankheiten der Philipps-Universität Marburg, Deutschhausstr. 9, 35033 Marburg, Tel: 06421 28 66 474/5, Fax: 06421 28 62 883, eMail: krause@med.uni-marburg.de

 

 

Venenleiden

 

Der Volkskrankheit Venenleiden widmet sich ein Symposium unter der Leitung des Dermatologen Professor Dr. med. Eberhard Rabe. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) ist Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und hat kürzlich die so genannte Bonner Venenstudie veröffentlicht. Wie diese Studie belegt, weisen 90 Prozent der erwachsenen Deutschen Veränderungen an ihrem Venensystem auf. Fast ein Viertel haben Krampfadern. Unbehandelt können Venenleiden chronisch werden. Das Symposium ?Venenerkrankungen ? Verbreitung, Ursachen, Therapie? informiert über Grundlagen der Diagnostik von Venenerkrankungen. Außerdem erläutert Prof. Rabe die wichtigsten gängigen Behandlungsmethoden und informiert über aktuelle Entwicklungen bei der Therapie.

 

Termin: 25.11.2004, 14.30 bis 17.30 Uhr, CCD Pavillon, Raum 17

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Eberhard Rabe, Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn, Tel: 0228 287 66 30, Fax: 0228 287 43 33, eMail: eberhard.rabe@ukb.uni-bonn.de

 

 

Neues in der Laser- und Lichttherapie

 

Seit dem Altertum wird Licht zur Therapie von chronischen Hauterkrankungen angewendet. Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) etwa behandeln ihre Krankheit durch Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht oder Bade-Kuren am Toten Meer. Eine Form der Lichttherapie eignet sich auch zur Behandlung von schweren Lichtschäden der Haut, wie etwa des so genannten hellen Hautkrebses und seiner Vorstufen, die bislang hauptsächlich mit klassisch-konservativen Therapieverfahren behandelt wurden. So erlebt die bereits seit 100 Jahren bekannte Photodynamische Therapie derzeit eine ungeahnte Renaissance. Dabei wird auf die erkrankte Haut eine Creme aufgetragen, die die Tumorzellen besonders lichtempfindlich macht. Wird das Tumorgewebe anschließend mit Licht bestrahlt, werden die kranken Hautzellen gezielt zerstört. Das Symposium ?Neues in der Laser- und Lichttherapie von Psoriasis, Vitiligo und Hautkrebsvorstufen? unter Leitung des Hautarztes Dr. med. Nikolaus Seeber vermittelt einen Überblick über neue Laserverfahren und Hochenergie-Blitzlampen-Systeme zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen.

 

Termin: 27.11.2004, 14.30 bis 17.30 Uhr, CCD Süd, Raum 04

 

Kontakt: Dr. med. Nikolaus Seeber, Wandsbeker Marktstr.48-50, 22041 Hamburg, Tel: 040 65 23 551, Fax: 040 68 30 52, eMail: seeber@ddl.de

 

 

"Deutsches Herpes Management Forum -

Impfungen gegen herpesvirale und andere virale Erkrankungen."

 

Das Programm umfasst folgende Beiträge:

 

Einführung: Prof. Dr. med. G. Gross, Rostock

 

Zosterschmerzen: Diagnostik und Therapie

Prof. Dr. R. Baron, Kiel

 

HSV in der Gynäkologie

PD Dr. V. Küppers, Düsseldorf

 

Impstoffe gegen Herpesviren und andere wichtige humanpathogene Viren

Dr. R. Sänger, GSK München

 

Pro und Kontra der VZV-Impfung

Prof. Dr. HW Doerr, Frankfut/ M.

 

HPV-Impfstoffe gegen das Zervixkarzinom

Prof. Dr. L. Gissmann, Heidelberg.

 

Termin: 25.11.04, 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr, CCD Süd, Raum 02

 

Erstellt am
26.10.2004
Themen
Nachrichten