Die Digitalisierung ist nicht nur in sämtlichen Bereichen des täglichen Lebens wie beispielsweise beim Bezahlen mittels App angekommen, sie wird auch die Medizin stark verändern. Bereits jetzt ergeben sich dabei zahlreiche neue Fragestellungen, vor allem aber auch neue Möglichkeiten, die für die Dermatologie, Allergologie und Venerologie frühzeitig und proaktiv genutzt werden sollten.
An mehreren Standorten werden bereits verschiedene digitale Projekte im Bereich der Dermatologie durchgeführt, andere wünschen sich noch Unterstützung. Um Mitglieder unterstützen, beraten und bei Bedarf Prozesse qualitätssichernd begleiten zu können, wird innerhalb der DDG der Arbeitskreis Digitale Dermatologie (AK derma digital) gegründet.

Vernetzung digitaler Projekte

Ziel des Arbeitskreises ist es, alle an neuen Technologien in der Dermatologie Interessierten zu vernetzen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von Apps und künstlicher Intelligenz zur Evaluation von Dermatoskopiebefunden, DeepFakes im Bereich der Lehre, Wearables und Smart Skin zur Messung verschiedener Körperfunktionen, die Auswertungen immer größer werdender Datenmengen („BigData“) sowie Chatbots und Netzwerkanalysen. Gleichzeitig werden das Thema Datensicherheit und beispielsweise die Blockchain-Technologie den Bereich Digitale Medizin neu ordnen, was im AK ebenfalls thematisiert wird. In diesem Kontext soll der Arbeitskreis als Plattform zum Austausch digitaler Projektideen sowie zum Aufbau neuer Kooperationen im Bereich digitaler Themen fungieren. Zur Mitarbeit sind gleichzeitig aber auch jene herzlich eingeladen, die bislang noch keine konkreten Projekte im Bereich Digitale Dermatologie, aber viele Ideen haben, nach entsprechenden Partnern suchen oder sich einfach nur für die Digitalisierung interessieren.

Gründung von Forschungsallianzen

Eine Zielvorstellung des AK ist dabei, digitale Projekte innerhalb der DDG zu vernetzen und damit leuchtende Forschungsallianzen für nationale und internationale Ausschreibungen zu schmieden und zugleich die Forschungs- und Nachwuchsförderung im Bereich der Digitalen Dermatologie zu stärken.
Hierbei wird es eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen und Fächern wie beispielsweise der Informatik geben, um gemeinsam nützliche, kreative oder unterhaltsame Lösungen für gegebene dermatologische Probleme zu finden. Nicht zuletzt dient der AK derma.digital aber auch als Ansprechpartner der DDG im Hinblick auf digitale Themen für Ärzte und andere medizinische Leistungserbringer, Studierende, Politikvertreter und Industriepartner sowie insbesondere Patientenvertreter.