Wenn Berührung krank macht

Kongress zu neuen Herausforderungen und Chancen für die Prävention von Kontaktekzemen vom 13.-16.09.06

Jeder zehnte Deutsche leidet - zumindest zeitweilig - unter Kontaktekzemen. Damit zählen diese Ekzeme zu den am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten. Die auslösenden Allergene können nahezu überall vorkommen: in Kosmetika, in Schmuck, im Brillengestell oder der Kleidung. "Hier in Deutschland haben wir forschungsstarke Kliniken, die sich kompetent mit der Entstehung und der Behandlung dieser oftmals schweren Hautkrankheiten befassen", so Prof. Dr. med. Peter Elsner, Direktor der Universitäts-Hautklinik Jena und Pressesprecher der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. "Umso mehr freuen wir uns, die europäischen Forscher auf diesem Gebiet vom 13. bis 16. September 2006 in Berlin zu Gast zu haben."

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Peter Frosch von der Hautklinik des Klinikums Dortmund treffen sich vom 13. bis 16.09.2006 im Berliner Rathaus Schöneberg mehr als 600 Experten der "European Society of Contact Dermatitis" (ESCD) aus ganz Europa und tauschen ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Kontaktekzems aus. Dabei stehen zum einen Fragen der Grundlagenforschung im Mittelpunkt, etwa wie Allergien entstehen und welche Zellen und Botenstoffe daran beteiligt sind. Zum anderen werden praxisbezogene Themen diskutiert, die für Verbraucher und im Beruf durch Allergien Belastete von Bedeutung sind. So z. B. wie Allergien gegen häufig vorkommende Stoffe etwa Haarfarben und Parfüm vermieden werden können. Zwar haben die Dermatologen über die europäische Gesetzgebung schon viel erreicht: Seit 2005 müssen die wichtigsten Duftstoffallergene in Kosmetika auf der Verpackung angegeben werden. "Dennoch ist Wachsamkeit weiter angesagt", betont Prof. Elsner. "Oftmals können die Ersatzstoffe, die statt deklarierter Allergene eingesetzt werden, ebenfalls Allergien Auslösen."

 

In der Früherfassung von Kontaktallergenen ist Deutschland führend. Im "Informationsverbund Dermatologischer Kliniken" (IVDK) unter Leitung von Prof. Dr. med. Axel Schnuch von der Universität Göttingen werden die Testdaten aus den deutschen Hautkliniken zusammengetragen und ausgewertet. "Wir verfügen über Testergebnisse von mehreren hunderttausend Patienten über mittlerweile fast 20 Jahre und können so Auffälligkeiten, etwa Zunahmen allergischer Reaktionen oder neue Allergene frühzeitig erkennen," so Prof. Schnuch. "Unser erfolgreiches deutsches Modell exportieren wir nun nach Europa. Österreichische und Schweizer Kliniken arbeiten schon mit uns zusammen."

 

Nach Abschluss des ESCD-Kongresses findet am Samstag, den 16. September ebenfalls im Rathaus Schöneberg eine deutschsprachige Tagung statt, bei der es unter anderem um Kontaktallergien bei Kindern und berufliche Allergieerkrankungen geht.

 

Kontakt:

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E-Mail: cpb@ESCD.org

 

Kongresspräsident:

Prof. Dr. Peter Frosch

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Hautklinik

Beurhausstr. 40, 44137 Dortmund

Tel.: 0231 953 21550

Fax: 0231 953 21554

E-mail: Peter.Frosch@klinikumdo.de

 

Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK):

Prof. Dr. Axel Schnuch

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von-Sieboldstr. 3, 37075 Göttingen

Tel: 0551 39 64 39

Fax: 0551 39 60 95

E-mail: aschnuch@med.uni-goettingen.de

 

DDG-Öffentlichkeitsarbeit

Prof. Dr. P. Elsner

Univ.-Hautklinik

Friedrich Schiller Universität

Erfurter Strasse 35

D 07743 Jena

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Fax: 03641-937418

 

Erstellt am
21.07.2006
Themen
Nachrichten