Rezept in dringenden Fällen telefonisch wieder erlaubt

Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung erlaubt wieder die telefonische Beauftragung der Apotheke falls es dringend ist

Der Gesetzgeber kehrt damit zur früheren Regelung zurück, die zum 1. Januar im Zuge der neuen Arzneimittelverschreibungsverordnung entfallen war. Ärzte, zum Beispiel im Notdienst, wurden seit Jahresbeginn häufig von den Apothekern pflichtgemäß darüber belehrt, dass ohne schriftlich vorliegendes Rezept keine Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente erfolgen durfte.
Eine Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (Paragraph 4, Absatz 2) erlaubt den Ärzten wieder, Apotheker telefonisch über eine Verschreibung und deren Inhalt zu informieren, falls die Anwendung eines verschreibungspflichtigen Medikamentes keinen Aufschub duldet. Der Apotheker ist verpflichtet, sich über die Identität des Arztes Gewissheit zu verschaffen. Außerdem muss der Arzt die Verschreibung in schriftlicher oder elektronischer Form unverzüglich nachreichen.

 

Ärzte erhalten übrigens verschreibungspflichtige Medikamente für den Eigenbedarf in den Apotheken ebenfalls wieder ohne Rezept. Die Vorlage des Arztausweises genügt.

 

Bundesgesetzblatt

Erstellt am
10.08.2006
Themen
Nachrichten