Liebe Mitglieder der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft,
liebe Kolleginnen und Kollegen, 

seit bald drei Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. Das Putin-Regime und seine Armee zerstören Städte, Dörfer, Krankenhäuser, Infrastruktur, Industrie und unterscheiden nicht, ob es sich um einen militärischen Gegner handelt oder um Zivilisten. Die Zahl der Flüchtenden, die in den direkten Nachbarländern Schutz suchen oder aber in weitere EU-Staaten fliehen, steigt. Unter den Kriegsflüchtlingen in Deutschland sind auch zahlreiche Ärztinnen (und wenige Ärzte) und unter diesen auch Dermatologinnen. Die DDG hat daher eine Initiative gestartet, um diesen Kolleginnen zu helfen.

Die Idee ist es, ihnen bei der Suche nach Hospitationsstellen an Hautkliniken oder auch in Praxen zu helfen. Bislang haben über 50 Hautärztinnen und Hautärzte Kontakt mit uns aufgenommen, und es ist bereits gelungen, für 7 von ihnen eine Hospitation zu vermitteln. Ich danke an dieser Stelle den Klinikleiterinnen und -leitern, die das möglich machen!
Einen besonderen Dank möchte ich an dem Hamburger Dermatologen und Oberfeldarzt am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg Aleksandr Sumenko aussprechen, der uns – nicht zuletzt durch seine ukrainischen Sprachkenntnisse – über viele Wochen hinweg tatkräftig unterstützt hat. 
 
Durch den Krieg in der Ukraine treten Krisen in anderen Ländern in den Hintergrund. Von der medialen Weltöffentlichkeit kaum registriert, steht der Inselstaat Sri Lanka vor einem Abgrund. Die DDG hat seit Jahrzehnten enge Beziehungen zu Sri Lanka. Ein Anlass, schnell und unbürokratisch zu helfen: Die DDG leistet eine Sonderzahlung für Medikamente

Unsere beruflichen Kontakte in die dermatologische Welt sind insgesamt weitverzweigt. Zudem ist die deutsche Dermatologie international hoch angesehen. Daher liegt es nahe, dass wir uns zusammen mit der österreichischen (ÖGDV) und mit der schweizerischen (SGDV) Dermatologischen Gesellschaft für die Ausrichtung des dermatologischen Weltkongresses (WCD) der International League of Dermatologists (ILDS) 2027 in München bewerben. Machen Sie mit – helfen Sie uns, die „Werbetrommel“ zu rühren und an den Erfolg des letzten WCD-Kongresses in Deutschland (1987) anzuknüpfen.

Wenn die Behandlung von häufigen Erkrankungen schon herausfordernd ist, so wird es ungleich komplizierter, wenn es sich um seltene Hauterkrankungen handelt. Das erfordert Spezialwissen. Eine aktuelle Übersicht des Forums Seltene Erkrankungen der Haut zu Zentren und Expertinnen/Experten gibt Orientierung – für Fachleute und Betroffenen gleichermaßen. 

Unsere Serie zur Arbeit der Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Arbeitskreise (AKs) in der DDG setzen wir mit einem Porträt über die Arbeitsgemeinschaft für physikalische Diagnostik in der Dermatologie (ApDD) fort. 

In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen zudem eine weitere Persönlichkeit aus unserem Vorstand vorstellen: Prof. Rudolf Stadler

Viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Newsletters. 
 

Ihr Prof. Michael Hertl 
Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG)