Die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie e.V. (ABD) ist in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zuständig für die beruflichen und umweltbedingten Hautkrankheiten. Zu den Zielen und Aufgaben der ABD gehören die Erarbeitung, Verbesserung und Intensivierung der medizinisch-wissenschaftlichen Methoden zur Vorbeugung, Früherkennung, Rehabilitation und Begutachtung von beruflichen und umweltbedingten Hautkrankheiten. Sie bietet ein offizielles Forum für die Zusammenarbeit von Dermatologen, dermatologisch interessierten Arbeitsmedizinern und weiteren Berufsgruppen (z. B. Gesundheitspädagogen) und Organisationen, die auf dem Gebiet der Berufs- und Umweltdermatologie tätig sind. Sie hat in den letzten Jahren einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen können und aktuell 951 Mitglieder.

Die ABD vertritt die DDG gegenüber den Unfallversicherungsträgern und anderen Sozialversicherungsträgern. Sie organisiert wissenschaftliche Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen zu allen mit berufs- und umweltbedingten Hautkrankheiten zusammenhängenden Themen. Ein besonderer Schwerpunkt der ABD ist hierbei die Qualitätssicherung mit Qualifizierungs- und Zertifizierungsangeboten für Dermatolog*innen und die Erarbeitung und Aktualisierung von Begutachtungsempfehlungen. 

Für die Dermatologie insgesamt, aber speziell die Berufsdermatologie, haben sich ab dem 1. Januar 2021 im Zuge des Inkrafttretens der BK-Rechtsreform neue Rahmenbedingungen ergeben. Die ABD ist hier federführend in die aufgrund der BK-Rechtsreform erforderlichen Neugestaltungen des BG-lichen Heilverfahrens/des Hautarztverfahrens, sowie auch die Überarbeitung der Begutachtungsempfehlungen („Bamberger Empfehlung“) eingebunden. Die Ergebnisse dieser Überarbeitungen werden regelmäßig in Schriftform (Zeitschrift „Dermatologie in Beruf und Umwelt“) und online publiziert. 
Eine weitere wichtige Aufgabe stellt die wissenschaftliche Bearbeitung der Fragestellung der Anerkennungsfähigkeit von Basalzellkarzinomen durch berufliche Exposition gegenüber natürlicher UV-Strahlung dar; dies schließt die Beratung des Ärztlichen Sachverständigenbeirates Berufskrankheiten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu dieser Fragestellung mit ein. Das von der ABD angestrebte Ziel ist die künftige Erweiterung der BK Nr. 5103 um Basalzellkarzinome.

Die Tagung der ABD erfolgt regelmäßig in zweijährigem Turnus (http://www.abd-tagung.de/). Alternierend in den Jahren zwischen den ABD-Tagungen ist die AG regelmäßig auf der ebenfalls alle zwei Jahre stattfindenden Tagung des Dermatologischen Alpenseminars aktiv. 

Weitere Aktivitäten: 
Zertifikat „Berufsdermatologie (ABD)“: Regelmäßiges Angebot von Seminaren zum Erwerb des Zertifikats (Grundseminar, Aufbauseminar, Spezialseminar I und II), sowie zum Erhalt des Zertifikats (Qualitätszirkel); Zertifizierung: „Berufsdermatologie für Pflegekräfte und Fachangestellte“ (zusammen mit der DDA).
Im Rahmen ihrer Tagungen lobt die ABD regelmäßig Nachwuchspreise, Posterpreise, Reisestipendien, sowie für besondere Leistungen in der Berufsdermatologie den Carrié-Schneider-Preis aus. 
Die ABD kooperiert eng mit JuDerm (Junge Dermatologen im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD)) und führt hier regelmäßig Berufsdermatologie-Seminare im Rahmen der Reihe „Fit für die Praxis“ durch. Zudem gibt es ein regelmäßiges Angebot von Seminaren für Weiterbildungsassistenten auf der Tagung der DDG und der Münchener Fortbildungswoche.

Arbeitsgruppen und Institutionen der ABD: 

  • AG „Bewertung der Allergene“ (zusammen mit der DKG)
  • AG „Qualitätssicherung im BK-Verfahren“ (interdisziplinäres Gremium mit der gesetzlichen Unfallversicherung)
  • AG „Berufliche Hautmittel“
  • Wissenschaftliche Leitung der AG „Bamberger Empfehlung“ (interdisziplinäres Gremium für die Formulierung und turnusmäßige Überarbeitung der Begutachtungsempfehlungen für berufliche Haut- und Hautkrebserkrankungen) 
  • Gemeinsame Clearingstelle von DGUV, KBV und ABD hinsichtlich berufsdermatologischer Fragestellungen im BG-lichen Heilverfahren 
  • Koordination der AWMF-Leitlinien „Management von Handekzemen“ und „Berufliche Hautmittel“. Mitwirkung an den AWMF-Leitlinien „Durchführung des Epikutantests mit Kontaktallergenen“, „Kontaktekzem“, „Bienen- und Wespengiftallergie“, „Allgemeine Grundlagen der medizinischen Begutachtung“, „Prävention von Hautkrebs“, „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ und „Basalzellkarzinom“

Alle Mitglieder der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft mit Interesse an berufsdermatologischen Fragestellungen sind herzlich eingeladen, in der ABD aktiv mitzuwirken.