Neue Studie: Krankheitskosten des chronischen Handekzems in Deutschland

Handekzeme sind in Deutschland die häufigste Berufskrankheit überhaupt, an der Hunderttausende Arbeitsplätze hängen. In einer ersten Krankheitskostenstudie zum Handekzem wurden über 200 Patienten in 25 dermatologischen Praxen und Ambulanzen auf ihre direkten und indirekten Krankheitskosten untersucht.

Die Studie ergab, dass chronische Handekzeme in der Versorgung teuer sind, insbesondere wenn sie beruflich bedingt sind und als BG-Fälle versorgt werden. Die Kosten steigen mit dem Schweregrad; größte Kostenfaktoren sind die indirekten (volkswirtschaftlichen) Kosten und die stationäre Behandlung. Rechtzeitige Behandlung und Prävention können jedoch die Kosten senken.

 

Ergebnisse: 223 Patienten (Durchschnittsalter 45,7 Jahre, 56% weiblich) wurden in die Studie aufgenommen. Behandelt wurden 63,2 % mit topischen Behandlungen; 15,7 % zusätzlich mit UV-Therapie, 11,7 % mit System-Therapie. 9,4 % aller Patienten wurden stationär behandelt. Die Gesamtkosten pro Jahr und Patient lagen bei 2.128 €.

 

Die komplette Studie finden Sie im beigefügten PDF.

 

 

Anfragen und Kontakt über:

 

Institut für Versorgungsforschung in der

Dermatologie und bei Pflegeberufen IVDP

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Matthias Augustin

CeDeF – Dermatologische Forschung

CVderm - Versorgungsforschung und Ökonomie

Univ.-Klinikum Hamburg-Eppendorf

Martinistr. 52, 20246 Hamburg

m.augustin@derma.de

Tel. *49-(0)40-7410-55428, Fax -55348

 

Erstellt am
10.10.2011
Themen
Nachrichten, DDG Infos